Motorschirmkurs für Scheininhaber der Flugschule Freeman 

 

 

 

DHV A-Schein

Oder vergleichbar                                                                                                                                         

DULV PPL o. UL, DHV B-Schein

Oder vergleichbar    

 

- inkl. Leihausrüstung

- inkl. Motorschirm Praxis & Theorie Ausbildung (*2)

- inkl. 7 Tage Flugplatznutzung ( Tagesgebühr 10 €)(*4)      

     

 

Ziel
Die flugtechnischen Anforderungen für Motorschirmflüge in unterschiedlichen Geländen, bei ruhigen bis schwach thermischen Bedingungen werden durch die Ausbildung sicher beherrscht.

 

Motorschirmtheorie bei DHV A- Schein oder vergleichbar
20 Unterrichtseinheiten a. 45 min zu je: 4 UE Luftrecht, 3 UE Meteorologie, 4UE Technik, 2 UE Flugtechnik/Verhalten in besonderen Fällen und menschliche Leistungsfähigkeit, 4UE Flugfunk, 3 UE Navigation

DULV PPL o. UL, DHV B-Schein oder vergleichbar

14 Unterrichtseinheiten a. 45 min zu je: 4 UE Luftrecht, 4 UE Technik, 2 UE Flugtechnik/Verhalten in besonderen Fällen und menschliche Leistungsfähigkeit, 4UE Flugfunk, 0 UE Navigation, 0 UE Meteorologie

Die Ausbildung und Prüfung in den Fächern Meteorologie und Naigation entfällt.

Bei einem Nachweis einer Funklizenz BZF II oder BZF I  entfällt der Unterricht und die Prüfung im Fach Flugfunk

Praxis 

Grundschulung Praxis

Die folgenden Praxisschulungsschritte sind verbindlich durchzuführen.

Am Boden

− Einweisung in das Verhalten an einem Flugplatz

− Einweisung in An- und Abflugverfahren am Flugplatz 1

− technische Grundeinweisung Motorschirm,

− Geräteaufbau, Aufrüsten, Gerätecheck , Probelauf (Gerät am Boden)

− Einweisung Startabbruch und Not-Aus: Handzeichen Lehrer

− Ohne montiertes Gleitsegel: Aufnehmen der Antriebseinheit, Triebwerklauf (Vollgastest)

im Stehen

− Nach Bedarf: Startübungen in ebenem Gelände, mit montiertem Gleitschirm, doch ohne

Motoreinheit, Handschub im Rücken durch Lehrer oder Begleiter; Abheben (0,5 - 1m)

möglich (windabhängig)

− Startübungen mit stehendem Triebwerk (Aufziehübungen)

− Startübungen mit laufendem Triebwerk

− Startabbruch mit laufendem Triebwerk

In der Luft

-- 30 Flüge in Platznähe

− Start - Platzrunde - Landung (Motor aus)

− Start - Platzrunde mit Höhenaufbau (Vollkreise links/rechts an der Position) - Landung

nach Freigabe durch den Lehrer

− Starten - Abflug vom Platz - Anflug - Landung

− Starten - Abflug vom Platz- Übung von Flugfiguren2 - Anflug - Landung

− Höhe halten im Geradeaus- und im Kurvenflug

− tiefer Überflug unter Anpassung von Richtung, Höhe und Geschwindigkeit

− Notlandeübungen mit stehendem Triebwerk ab Position; Landung stehend im 50 m

Quadrat

1 Eigene kleine Motorschirmrunde innerhalb der UL- Platzrunde

2 Vollkreis, Acht, 180-Grad Kurve, S-Kurven, Steigkurve, Sinkkurve, Pendelstabilität (Gaswechselübungen)

 

Überlandflugausbildung

Die Überlandflugausbildung umfasst die selbständige Planung und Durchführung von mindestens

3 Überlandstreckenflügen von mind. einer Stunde Dauer oder 30 km Strecke und die theoretische

und praktische Einführung in den Platzrundenbetrieb an einem Flugplatz mit Mischverkehr.

Mindestens eine Landung muss dabei an einem fremden Platz mit Mischflugverkehr erfolgen.

Lernziel soll vor allem eine sehr präzise terrestrische Navigation sein, da aufgrund der

geringen Fluggeschwindigkeit und der damit verbundenen starken Abdrift das Einhalten des

berechneten Kompasssteuerkurses nur mit Einschränkungen sinnvoll ist.

Prüfung

Die Prüfung für Motorschirmführer besteht aus einer theoretischen und einer praktischen Prüfung.

 

Theoretische Prüfung

In der theoretischen Prüfung hat der Bewerber nachzuweisen, dass er die zum Führen eines

Motorschirms notwendigen Kenntnisse in den Fächern der Module I und II besitzt.

Die Bearbeitungszeit für die vollständige Theorieprüfung beträgt 3h 30 min. In allen Fächern

werden jeweils 40 Fragen nach dem Multiple-Choice- Verfahren gestellt.

 

Praktische Prüfung

Die praktische Prüfung besteht aus den Teilen

 

Startvorbereitungen

− Auswahl Startort und Startrichtung

− Aufbau des Motorschirms

− Motor - Probelauf und Warmlauf

− Startposition

 

Start und Steigflug

− Aufziehvorgang (Vorwärts- oder Rückwärtsstart, abhängig von den Windverhältnissen)

- Visuelle Kontrolle und entsprechende Korrekturen

- Kontrolliertes Gasgeben

- Startlauf

- Start oder kontrollierter Startabbruch

- Nach dem Start wird für mindestens 30 sec. ein Steigflug in vorgegebener Richtung

durchgeführt, eine Abweichung von bis zu 10 Grad ist erlaubt.

 

Platzrundenflüge mit zwei Vollkreisen

Nach Beenden des Steigflugs und Erreichen der Sicherheitshöhe wird auf einer vom Prüfer

festgelegten Achse ein Kreis linksdrehend, anschließend ein Kreis rechtsdrehend ohne Unterbrechung

und ohne Höhenverlust mit Teillast geflogen. Diese Figur wird mit einem Geradeausflug

von mind. 5 sec auf dieser festgelegten Achse. begonnen und beendet. Der Wechsel der

Drehrichtung und das Ausleiten darf nicht mehr als 10 Grad von der Achse abweichen.

Der Schirm darf sich auf keinen Fall auch nur kurzzeitig in dem Flugzustand des einseitigen

Stömungsabrisses befinden

 

Ziellandungen

Der Landeanflug beginnt luvseitig des Landepunktes auf der Seite des Gegenanflugs in angemessener

Höhe je nach Windverhältnisse und Einschätzung des Kandidaten. An dieser

Position stellt der Kandidat den Motor ab. Nach dem Gegenanflug erfolgt eine Kurve, dann

der Queranflug, wieder eine Kurve, schließlich der Endanflug. Die einzelnen Abschnitte des

Anflugs müssen voneinander zu unterscheiden sein. Der Endanflug muss während mindestens

6 Sekunden vor dem Aufsetzen geradlinig erfolgen. Überschüssige Höhe kann im Endanflug

durch Fliegen von S-Kurven (keine Kurven über 180° Richtungsänderung) abgebaut

werden. Der Schirm darf im Anflug nicht derart angebremst werden, dass die Gefahr eines

Strömungsabrisses besteht. Die Landung muss gegen die Windrichtung und einwandfrei ge-

standen in einem vorher festgelegten Ziellandequadrat von 50 m Seitenlänge erfolgen. Der

Kandidat darf den Boden bei der Landung weder mit dem Antrieb noch mit einem anderen

Körperteil außer mit den Füssen berühren.

 

Anzahl der Prüfungsflüge

Von den zwei Prüfungsflügen müssen alle zwei in allen Teilprüfungen bestanden sein. Bei weniger

gravierenden Beanstandungen ist ein dritter Prüfungsflug möglich. Die Entscheidung darüber

trifft der Prüfer.

 

Gültigkeit der Lizenz

Die Lizenz für Motorschirm wird entspr. § 45 (1) LuftPersV unbefristet erteilt. Der Motorschirm-

Pilot muss jedoch vor Antritt eines Fluges auf Verlangen einer berechtigten Person nachweisen,

dass er innerhalb der letzten 24 Monate mindestens 30 Starts und Landungen auf Motorschirm

durchgeführt hat. Dazu muss er ein Flugbuch mitführen, aus dem die erforderlichen Angaben

ersichtlich sind. Kann dieser Nachweis nicht erbracht werden, muss er vor Antritt des nächsten

Fluges die fehlenden Voraussetzungen unter Aufsicht eines Fluglehrers mit Lehrberechtigung

für Motorschirm erbringen. Alternativ kann eine Praxisprüfung vor einem vom Beauftragten anerkannten

Prüfer abgelegt werden.

 

Teilnahmevoraussetzung

Mindestalter für den Beginn der Ausbildung ist 16 Jahre. Die UL-Lizenz kann ab einem Alter vom 17 Jahren erteilt werden. Ein Höchstalter gibt es nicht. Der Teilnehmer darf keine ernsthaften physische oder psychische

Erkrankungen haben. 

 

Dauer
Es besteht die Möglichkeit das Ziel des Motorschirm Komplettkurs innerhalb von einer Wochen (9 Tage Sa-So)

Zu erreichen. Vorraussetzungen dafür sind gutes und fliegbares Wetter, Vorbildung durch Lehrbuch und DULV Fragenkatalog und etwas Talent des Flugschülers.

Ansonsten ist die Ausbildung beendet wenn der Schüler das Ausbildungsziel und Prüfungsreife erreicht hat.

Maximale Ausbildungsdauer sind 9 Monate. Nach den 9 Monaten werden weitere Ausbildungsgebühren fällig.

 

Kosten

 

(siehe Preisliste)

 

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*2 Ab dem 35 Start wir eine Startgebühr von 6€ fällig. ( beinhaltet Leihgebühren und Benzinpauschale) 

*4 Ad dem 7. Tag der Praxisausbildung wird Flugplatzgebühr von 10€ pro Tag oder 6€ pro Start fällig.

 




 

Flugschule Freeman
Sascha Nölle
Fritzlarer Str. 12
34537 Bad Wildungen
(+49) 01578-27 8888 0
(+49) 05621-901 91 42
info@flugschule-freeman.de

 


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