Wie werde ich Motorschirmpilot/ in

 

Motorschirm allgemein

 

Motorschirme sind überwiegend ganz normale Gleitschirme, wie sie auch zum Fliegen in den Bergen und an der Seilwinde verwendet werden. Viele Piloten benutzen daher denselben Schirm sowohl zum motorisierten Fliegen als auch zum Thermikfliegen. Für diejenigen, die ausschließlich motorisiert unterwegs sind, gibt es aber spezielle Schirme, die ein etwas größeres Geschwindigkeitspotential haben.

 

Es wird unterschieden zwischen Motorschirmen und Motorschirm-Trikes.

 

Bei den Motorschirmen trägt der Pilot den Motor wie einen Rucksack auf dem Rücken. Der Start erfolgt ganz einfach durch Rennen wie bei den Fußstart-UL.

 

Bei den Motorschirm-Trikes sitzt der Pilot in einem Fahrgestell, das unter dem Gleitschirm hängt, genau wie bei den Trikes mit Drachen-Fläche. Motor und Propeller sind hinten am Fahrgestell befestigt.

 

Motorschirm & Motorschirm-Trike

 

Neben den "klassischen" Fußstart-Motorschirmen auch zahlreiche Motorschirm-Trikes auf dem Markt. Die Voraussetzungen in der Ausbildung, der Gültigkeit etc. sind weitestgehend dieselben, solange das Gerät unter einer Leermasse von 120 kg bleibt. Aus diesem Grund haben man die Motorschirme und die "leichten" Motorschirm-Trikes in der Ausbildung unter einer Kategorie zusammengefasst, der Lizenzeintrag lautet hierbei pauschal "Motorschirm", unabhängig davon, auf welcher Startart die Ausbildung stattgefunden hat. Wann auch immer unten im Text das Wort "Motorschirm" erscheint, sind also auch alle Motorschirm-Trikes bis 120 kg Leermasse gemeint!

 

Mindestalter für den Beginn der Ausbildung ist 16 Jahre. Die UL-Lizenz kann ab einem Alter vom 17 Jahren erteilt werden.

 


 

Ausbildung von Fußgängern (ohne fliegerische Vorbildung)

 

 

 

Die Ausbildung zum Motorschirmpiloten/in ist im Grunde zu vergleichen mit der PKW- Führerscheinausbildung. Sie enthält einen Theorie und einen Praxisteil,  

 

Praxis  

 

Die Praktische Grundausbildung findet  mit motorlosen Gleitsegeln / Gleitschirmen statt. Nach ersten Aufzieh- und Laufübungen mit dem Gleitschirm im flachen Gelände folgen die ersten Flüge. Mit einem Grundkurs ( DHV –L Schein -Grundstufe oder gleichwertiger Ausbildungsstand) wird die Grundvoraussetzung zum Motorschirmfliegen erworben. Nach kurzer theoretischer Einweisung wird im Schulungsgelände sofort mit praktischen Übungen begonnen. Dabei wird die Ausrüstung kennen gelernt. Wir trainieren das Auslegen, Sortieren und entwirren der Leinen, sowie die Ausrüstung startklar zu machen. Im weiteren Verlauf werden dann mindestens 30 Flüge durch Hang- oder Windenstart mit mindestens  100 m Höhendifferenz durchgeführt. Die Ausbildung umfasst den Start, die Landung, den Geradeausflug, die Richtungsänderungen und den Kurvenflug. 

 

Nach dem Abschluss der Grundstufe geht die Ausbildung direkt in die motorisierte Ausbildung über.
Eine praktische Grundausbildung auf doppelsitzigen, vom DULV als schulungstauglich eingestuften Motorschirm-Trike.

 

Die motorisierte Ausbildung umfasst mindestens 30 Starts und Landungen mit dem Motorschirm (Höhenaufbau, Platzrunde, Landeeinteilung, Landung). Das in der Grundausbildung erlernte umgehen mit der Ausrüstung (Groundhandlig) wird weiter verfeinert und aufgebaut. Nach erlangen der Streckenflugreife, das heißt der Schüler kann mit einer ICAO Karte umgehen und sich in der Luft orientieren müssen drei Überlandflüge von jeweils mindestens 1 Stunde Dauer oder 30 km Strecke.

 

Die Praxisprüfung wird durch einen DULV-Prüfungsrat abgenommen.

 

Theorie

 

Die theoretische Ausbildung umfasst mindestens
30 Unterrichtseinheiten in (Eine Unterrichtseinheit entspricht 45 Minuten) den Fächern Luftrecht, Flugfunk, Meteorologie,
Technik, Verhalten in besonderen Fällen, Navigation (jeweils speziell für Motorschirm)

 

Die schriftliche Theorieprüfung wird durch einen DULV-Prüfungsrat abgenommen. 

 


 

Ausbildung von Bewerbern mit DHV-A-Schein oder Österreichischem SoPi oder Schweizer Brevet (beides für Gleitsegel; beides ohne Überlandberechtigung)

 

Theorie (vgl. § 42 LuftPersV): 

 

Die theoretische Ausbildung umfasst mindestens
14 Unterrichtseinheiten im Modul I und
6 Unterrichtseinheiten im Modul II.
Eine Unterrichtseinheit entspricht 45 Minuten.

 

Modul I (Allgemeine Fächer):
Luftrecht, Flugfunk, Meteorologie

 

Modul II (Spezielle Fächer):
Technik, Verhalten in besonderen Fällen, Navigation (jeweils speziell für Motorschirm)

 

Die schriftliche Theorieprüfung wird durch einen DULV-Prüfungsrat abgenommen.

 

 

 

Praxis (vgl. § 42 LuftPersV):

 

  • Mindestens 30 Starts und Landungen mit Motorschirm entsprechend der Anforderungen des Ausbildungsnachweises
  • Drei Überlandflüge von jeweils mindestens 1 Stunde Dauer oder 30 km Strecke

 

 Die praktische Prüfung wird vom Prüfungsrat abgenommen.

 


 

Ausbildung von Bewerbern mit DHV-B-Schein oder Österreichischem SoPi oder Schweizer Brevet (beides für Gleitsegel; beides mit Überland-Berechtigung)

 

Theorie (vgl. § 42 LuftPersV):

 

Die theoretische Ausbildung umfasst mindestens
8 Unterrichtseinheiten im Modul I und
6 Unterrichtseinheiten im Modul II.
Eine Unterrichtseinheit entspricht 45 Minuten.
Die Ausbildung und Prüfung in den Fächern Meteorologie und Navigation entfällt.

 

Modul I (Allgemeine Fächer):
Luftrecht, Flugfunk (entfällt bei Nachweis, z. B. BZF)

 

Modul II (Spezielle Fächer):
Technik, Verhalten in besonderen Fällen (jeweils speziell für Motorschirm).

 

Die schriftliche Theorieprüfung wird durch einen DULV-Prüfungsrat abgenommen.

 

 

 

Praxis (vgl. § 42 LuftPersV):

 

  • Mindestens 30 Starts und Landungen mit Motorschirm entsprechend der Anforderungen des Ausbildungsnachweises
  • Drei Überlandflüge von jeweils mindestens 1 Stunde Dauer oder 30 km Strecke

 

 Die praktische Prüfung wird vom Prüfungsrat abgenommen.

 


 

Ausbildung von Bewerbern mit gültiger Lizenz für Motorschirm-Trikes (> 120 kg Leermasse)

 

Theorie (vgl. § 42 LuftPersV): 

 

Theoretische Einweisung in einer Flugschule, die zur Ausbildung auf Motorschirmen (Fußstart) und Motorschirm-Trikes bis 120 kg Leermasse berechtigt ist.

 

Praxis (vgl. § 42 LuftPersV): 

 

Praktische Einweisung in einer Flugschule, die zur Ausbildung auf Motorschirmen (Fußstart) und Motorschirm-Trikes bis 120 kg Leermasse berechtigt ist.

 


 

Ausbildung von Bewerbern mit gültiger Erlaubnis für motorgetriebene Luftfahrzeuge und Segelflugzeuge oder gültiger Lizenz für fußstartfähige UL, Trike, Dreiachser oder Tragschrauber

 

Theorie (vgl. § 42 LuftPersV):

 

Modul I: Ausbildung und Prüfung kann entfallen.

 

Modul II (spezielle Fächer): Motorschirm Technik, Verhalten in besonderen Fällen für Motorschirm

 

Die schriftliche Theorieprüfung kann durch den Ausbildungsleiter abgenommen werden.

 

Praxis (vgl. § 42 LuftPersV):

 

  • Praktische Grundausbildung mit motorlosen Gleitsegeln (mindestens DHV-LSchein -Grundstufe oder gleichwertiger Ausbildungsstand) und mindestens 30 Flüge von mehr als 100 m Höhenunterschied am Berg oder an der Winde
    oder
    eine praktische Grundausbildung auf doppelsitzigen, vom DULV als schulungstauglich eingestuften Motorschirm-Trikes
  • Mindestens 30 Starts und Landungen mit Motorschirm (Höhenaufbau, Platzrunde, Landeeinteilung, Landung)
  • Ein Überlandflüge von jeweils mindestens 1 Stunde Dauer oder 30 km Strecke (Zwei Ü-Flüge werden erlassen)

 

Die praktische Prüfung wird vom Prüfungsrat abgenommen.

 

Diese Informationen stammen von der Offiziellen DULV Webseite!  

 




 

Flugschule Freeman
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Fritzlarer Str. 12
34537 Bad Wildungen
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